Bau-Geschichten: Die Wiener Gemeindebauten

(c) ORF

Kampfzonen und Künstlerghettos
Unterschichtenghettos und Bonzen-Hochburgen des Roten Wien, Architektur-Juwele und triste Betonklötze: Wiens Gemeindebauten werden höchst unterschiedlich wahrgenommen und medial als kulturelle Ankerpunkte und Konfliktherde gleichermaßen dargestellt.

Kaisermuehlenblues (c) ORF

Bei den Februarkämpfen 1934 wurde der Karl Marx-Hof heiß umkämpft, 80 Jahre später werden die Scharmützel um die Wohn-Anlagen in politischen Wortgefechten ausgetragen. In Ernst Hinterbergers "Kaisermühlen Blues" "menschelte" es gehörig, als sich die so genannten kleine Leute deftige Herzlichkeiten und Unflätigkeiten ausrichteten.

Helmut Qualtingerhof (c) ORF

Nicht minder menschlich ging es in den 1960er-Jahren zu, als Helmut Qualtinger im mittlerweile nach ihm benannten Bau die prominente Nachbarschaft am "Schmäh" hielt: Das Rote Wien hatte damals die Schauspieler Leopold Rudolf, Marion Degler und Ernst Meister, den Journalisten Teddy Podgorski, den Autor Thomas Pluch oder den Fotografen Michael Horowitz in den Döblinger Künstler-Bau gelockt.

Der kultur.montag mit einer Kulturgeschichte des Gemeindebaus. Zu Wort kommen unter anderen die (ehemaligen) Gemeindebau-Mieter Teddy Podgorski, Michael Horowitz und Franz Schuh.

TV-Beitrag: Constanze Griessler, Franziska Mayr-Keber

Weiterführendes zum Thema:

Buchtipps: