Flucht, Flüchtlinge, Migration im modernen Europa

Ein historischer Moment in der Gegenwart?
"Das Thema Migration hat in Europa negative Hochkonjunktur".

Diesen Satz schrieb der Migrationsexperte und Historiker Klaus Bade bereits im Jahr 2000 in seinem Buch "Europa in Bewegung". Gültig ist dieser Satz bis heute. In Wahlkampfzeiten umso mehr.

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Fest steht: die Menschheitsgeschichte ist eine Geschichte der Migration, und vieles, worüber gegenwärtig hoch emotional debattiert wird, relativiert sich, wenn man berücksichtigt: alles hat sich, mehr oder weniger vergleichbar, bereits in der Vergangenheit zugetragen.

In früheren Perioden der Geschichte, vor allem nach den beiden Weltkriegen, befanden sich im Verhältnis zur Weltbevölkerung weit mehr Menschen auf der Flucht als 2015.

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Der kulturMontag beschäftigt sich mit ein paar grundlegenden Fragen zum Thema Migration.
In seinem Buch "Nach der Flucht" plädiert der Schriftsteller Ilja Trojanow für einen globalen Humanitarismus. Die Frage danach, wie wir mit schutzsuchenden Menschen umgehen ist nicht zu trennen von der Frage, wer wir als Gesellschaft in Zukunft sein wollen.

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Philipp Ther beleuchtet in seinem jetzt erscheinenden Buch "Die Außenseiter. Flucht, Flüchtlinge und Integration im modernen Europa" die Geschichte der Migrationsströme und rückt damit die viel diskutierte "Flüchtlingskrise" der Gegenwart in ein anderes Licht. Der Zeithistoriker und Kulturwissenschaftler ist zu Gast im Studio.

TV-Beitrag: Katja Gasser, Imogena Doderer

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