Fleisches-Frust: "Tiere essen"

Schockierende Facts im neuen Buch von Bestsellerautor Jonathan Safran Foer

"Du bist was du isst", dieser Spruch ist längst ein Allgemeinplatz geworden. Zu diesem Thema hat sich Jonathan Safran Foer in seinem neuem Buch Gedanken gemacht.

Jonathan Safran Foer © APA/ HERBERT PFARRHOFER

Ursprünglich stammt er allerdings vom deutschen Philosophen Ludwig Feuerbach, der sich schon im 19. Jahrhundert, lange vor Bio-Boom und Magerwahn, Gedanken zum Menschen und seiner Ernährung gemacht hat.

Das hat auch der US-amerikanische Bestseller-Romancier Jonathan Safran Foer ("Alles ist erleuchtet", "Extrem laut und unglaublich nah") getan. Als sein Sohn geboren wurde, hat sich Foer eine elementare Frage gestellt: Was wird mein Kind einmal essen? Drei Jahre hat er für sein neues Buch "Tiere essen" recherchiert: ein Sachbuch, das sich mit der Massentierhaltung und der dahinter stehenden Industrie beschäftigt.

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Weltweit steigender Tierkonsum

Das Ergebnis ist verstörend. Fleisch wird in riesigen Tierfabriken produziert und das ohne Rücksicht auf gesundheitliche oder qualitative Verluste. Unfassbares Tierleid ist nur eine Folge dieser Vorgehensweise, der steigende weltweite Fleischkonsum ist fast zu 40 Prozent für die Klimaerwärmung verantwortlich. Die ständige Verfügbarkeit und die niedrigen Preise führen dazu, dass die Menschen viel zu viel qualitativ minderwertiges, mit Antibiotika vollgepumptes Fleisch essen - und davon krank werden.

Ist strikter Vegetarismus die Lösung? Was denkt der prominente österreichische Kammersänger, Tierschützer und Fleischesser Heinz Holecek darüber? Rudi Roubinek wurde als "Seyffenstein", des Kaisers Diener, berühmt. Roubinek stammt aus einer Delikatessenhändler-Familie und erklärt einen Zusammenhang zwischen tierischem Eiweiß und menschlicher Evolution.
Ob Ihnen nach dieser Geschichte das nächste Schnitzel noch immer so gut schmeckt?

TV-Bericht: Marie-Therese Thill, Ben Segenreich