Heimat-Domovina: Das Kärnten-Debakel

Kärntner Künstler zum Kärnten heute

Einen differenzierten Blick auf das "andere Kärnten" zeigen Künstler aus Kärnten und Slowenien, deren Werke in Klagenfurt ausgestellt werden.

Heimat-Domovina (c) ORF-MMKK Eva Petric

Fehleinschätzung, Korruption, Skandal

"Kärnten ist jetzt ein normales Bundesland.", behauptet Landeshauptmann Gerhard Dörfler ein Jahr nach Jörg Haiders Tod. Frommer Wunsch oder doch eine grobe Fehleinschätzung? Denn im Jahr eins nach Haider, der das Land mehr als 30 Jahre lang geprägt hat, ist Kärnten weit davon entfernt, ein "normales" Bundesland zu sein. Kärnten ist wirtschaftliches Schlusslicht unter den Bundesländern der Alpenrepublik, die Korruption hat sich breit gemacht, das Debakel rund um den Hypo Alpe Adria Bank Skandal steht nach wie vor aller Ortens auf der Tagesordnung!

In die unendlichen Geschichte rund um den Ortstafelstreit scheint indes Bewegung gekommen zu sein. Bis 2011 will man das Problem gelöst haben, geben sich der Landeshauptmann samt Bundesregierung zuversichtlich.

Heimat-Domovina (c) ORF-MMKK Cornelius Kolig

Das andere Kärnten

Doch wie sieht Kärntens Künstlerschaft "das andere Kärnten", das endlich im 21. Jahrhundert und im Vereinten Europa ankommen möchte? Das MMKK, das Museum Moderner Kunst Klagenfurt beleuchtet in seiner kommenden Ausstellung den Heimatbegriff. "Heimat/Domovina“ nennt sich die Schau, die die neue Direktorin Christine Wetzlinger-Grundnig gleich selbst kuratiert hat.

Der Titel ist Programm, zeigen doch 16 Künstler aus Kärnten UND Slowenien, wie sie zu dem durch die Geschichte ideologisch aufgeladenen Begriff Heimat stehen. Mit dabei Cornelius Kolig (Bild unten), Jochen Traar, Eva Petric (Bild oben) und die Künstlergruppe Irwin.

Schon vor der Eröffnung am 22. September ist der "kultur.montag" auf Lokalaugenschein.

TV-Bericht: Claudia Teissig