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LEUCHT-SCHRIFTEN: BUCHSTÄBLICHE REMINISZENZEN AN DIE DDR

Das weltweit erste Buchstaben-Museum im Osten Berlins
Im Vergleich zu den grellen Leuchtreklamen im Westen galt Ostberlin als trist und grau - doch eine Wienerin führt nun vor, dass dieses Klischee eigentlich gar nicht stimmt.
 
Einst Schriftzug: Lebensmittel (c) Buchstabenmuseum
In der DDR entwickelte sich eine ganz eigen-ständige Typografie an Leucht-Schriften und Firmenlogos, die fast alle verschwunden sind. Höchste Zeit für die Gründung des ersten Buchstabenmuseums der Welt mit dem Ziel, herrenlosen Lettern Asyl zu gewähren.

Viele Geschäfte wurden nach dem Fall der Mauer luxussaniert. Oder abgerissen. Übrig blieben die Schriftzüge. Ein Stück DDR-Alltagskultur.
Buchstaben sind Kulturerbe, ja: Kunstwerke!
Diverse Buchstaben (c) Buchstabenmuseum Berlin
Diesen Anspruch verteidigt das Buchstabenmuseum. Es liegt versteckt in einem öden Plattenbau im Osten Berlins. Begründet hat es die Wienerin Barbara Dechant zusammen mit der Berlinerin Anja Schulze.

Wo noch immer ein originaler Ost-Schriftzug hängt, sind nun die Buchstabenjägerinnen rasch zu Stelle. Denn viele Leuchtreklamen werden von Ostalgikern heimlich gestohlen. Oder von den Inhabern schnöde entsorgt. Dabei entstehen dem Museum schmerzliche Verluste.



TV-Bericht: Florian Borchmeyer
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