DIE BESTE IM MAI 2014: KRISZTINA TÓTH

DIE ZEIT nennt das Buch "eine Entdeckung", für die Süddeutsche Zeitung ist es ein "grandioser Erzählband" und bereits zum dritten Mal ist es in der ORF-Bestenliste vertreten. "Pixel" heißt der 30-teilige Novellenzyklus von Krisztina Tóth, die für ihren Erstling "Strichcode" vor ein paar Jahren den Sándor-Márai-Preis bekommen hat.

Krisztina Tóth © Nischenverlag

Bevor die ungarische Schriftstellerin zu schreiben begonnen hat, war sie Bildhauerin – ihren raffiniert konstruierten Werken merkt man das auch an. In "Pixel" webt sie ein feines Textgeflecht, seziert Körperteile, skizziert Charaktere, wobei in jedem Kapitel ein anderer Körperteil die Hauptrolle spielt. Sie gehören unterschiedlichen Personen, deren Wege sich immer wieder kreuzen. Letztendlich liegt es am Leser, die einzelnen Pixel zu einem Gesamtbild zusammenzusetzen.

Tóth geht es darum, Augenblicke einzufangen, Momentaufnahmen des Lebens festzuhalten. Knapp, lakonisch und dabei voller Intensität erzählt sie von Einsamkeit und zäher Liebe, vom Abschiednehmen und der Schonungslosigkeit des Lebens. Das Schicksal, heißt es einmal, hatte ihrer Protagonistin mehrere Geschichten angeboten. Die Wirklichkeit entscheidet sich jedoch immer für die allerschlimmste.

Pixel © Nischenverlag

Buchinfo

Krisztina Tóth

"Pixel"

Aus dem Ungarischen von György Buda
Gebunden mit Schutzumschlag
173 Seiten, 130x204
Nischenverlag