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DIE BESTEN 10 IM OKTOBER

 
1) Peter Waterhouse (36 Punkte) NEU
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"Krieg und Welt", Jung und Jung

In seinem autobiographischen Erzählband beschreibt der österreichische Schriftsteller Peter Waterhouse seine Kindheit als Sohn eines britischen Geheimagenten. Traum und Verwandlung gleiten auf ineinander in diesem wundersamen Text, Leben und Tod, Verrat und die Sehnsucht nach Nähe…
2) Philip Roth (34 Punkte)
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"Jedermann", Hanser

Vom "Leben und Sterben eines männlichen Körpers" berichtet Philip Roth in seinem schmalen Roman. Der namenlose Protagonist, einst erfolgreicher Designer in einer Werbeagentur, siecht in einer Seniorenresidenz seinem Lebensende entgegen. Er weiß: "Das Alter ist kein Kampf. Das Alter ist ein Massaker.“ Philip Roths "Jedermann" ist eine ebenso lakonische wie beklemmende Erkundung der Grenzbezirke zwischen Verfall und Tod.
3) Thomas Glavinic (33 Punkte)
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"Die Arbeit der Nacht", Hanser

Glavinics erster Roman bei Hanser - und gleich ein Volltreffer! Der österreichische Erzähler erprobt eine gespenstische Versuchsanordnung. Eines Morgens erwacht sein Protagonist Jonas und stellt fest: Er ist der einzige Mensch auf der Welt, alle anderen scheinen verschwunden. In Fernsehen, Radio, Internet - nur noch Rauschen. Was ist geschehen? Eine Katastrophe? Haben die Wienerinnen und Wiener das Weite gesucht? Gibt es irgendwo auf der Welt noch andere Menschen? Ein rätselhaftes, ein doppelbödiges Stück Literatur.
4) Wolf Haas (30 Punkte) NEU
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"Das Wetter vor 15 Jahren", Hoffmann und Campe

Hut ab vor so viel Courage: Wolf Haas hat den vermutlich ersten Roman der Weltliteratur geschrieben, in dem sich ein Autor auf 220 Seiten durchgängig selbst interviewt. Es ist eine Love-Story in alpinem Ambiente, die der 45jährige Österreicher da zu Papier gebracht hat. Eine gspassige Geschichte mit Hintersinn und hohem Unterhaltungsfaktor.
5) Christoph Ransmayr (24 Punkte) NEU
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"Der fliegende Berg", S. Fischer

In seinem mit Spannung erwarteten Roman erzählt Christoph Ransmayr die Geschichte zweier Brüder, die von der Südwestküste Irlands in die archaische Bergwelt Osttibets aufbrechen. Sie träumen davon, einen bislang unentdeckten Berg zu besteigen, den geheimnisvollen "Phur-Ri" im Lande Kham, zu Deutsch: den "fliegenden Berg". Ransmayr schlägt einmal mehr den "hohen Ton" an in seinem Text, mit welcher Kunstfertigkeit er das macht, sucht seinesgleichen in der neueren Literatur.
Wer Bücher - gute Bücher- liest, fliegt in gewisser Weise auch. "Mit Ransmayrs Roman abzuheben", so urteilte Günter Kaindlstorfer im ORF-Hörfunk, "ist ein Flugerlebnis der besonderen Art."
6) Evelyn Schlag (22 Punkte)
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"Architektur einer Liebe", Zsolnay

Evelyn Schlag dekonstruiert den Architekturbetrieb: Die polyglotte Italienerin Vittoria Monti ist eine erfolgreiche Architektin, sie lebt in Paris und jettet unermüdlich um den Globus, um ein Projekt nach dem anderen zu realisieren. In der Eremitage in St. Petersburg trifft sie den Architekten Wolf, der vorzugsweise als "einsamer Wolf" durchs Leben streift. Eine Beziehung entsteht, die bisher verborgene Wünsche offen legt... Es ist nicht bloß eine facettenreiche Love-Story, die Evelyn Schlag da vorgelegt hat, sondern auch eine erfrischend g’schnappige Satire auf den globalisierten Kunstbetrieb von heute.
7) Paulus Hochgatterer (18 Punkte)
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"Die Süße des Lebens", Deuticke

Ein siebenjähriges Mädchen findet seinen Großvater mit zerschmettertem Gesicht vor der Scheune. Von diesem Zeitpunkt an spricht das Kind kein Wort mehr. Kommissar Kovacs nimmt die Ermittlungen auf. Paulus Hochgatterers Psycho-Thriller ist nichts für schwache Nerven. Der österreichische Erzähler präsentiert sich in seinem jüngsten Opus auf der Höhe seiner Kunst.
8) Andrea Winkler (16 Punkte) NEU
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"Arme Närrchen", Droschl

Andrea Winkler, 34, hat ein eindrucksvolles Debüt vorgelegt. In kurzen, stilsicheren Erzählungen umkreist die in Wien lebende Autorin das Lebensgefühl der Thirtysomethings von heute; Eine der zentralen Fragen: "Wann haben Sie zuletzt etwas gemacht, was Sie eine Erfahrung nennen würden?"
9) Ex aequo: Bettina Balaka (14 Punkte) NEU
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"Eisflüstern", Droschl

Bettina Balaka taucht in vergangene Lebenswelten ein, konkret: ins Wien der frühen 20er Jahre. Der Kriegsheimkehrer Beck versucht in seiner von sozialen Erschütterungen gebeutelten Vaterstadt wieder Fuss zu fassen. Er bemüht sich, in seinen früheren Beruf als Polizist zurückzukehren – und wird mit einer grauenvollen Mordserie konfrontiert. Prädikat: lesenswert.
9) Ex aequo: David Mitchell (14 Punkte) NEU
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"Der Wolkenatlas", Rowohlt

Schauplatz Ozeanien 1850, Schauplatz Belgien etwas später, Schauplatz Korea, irgendwann in nächster Zukunft: Der britische Autor David Mitchell, 37, verknüpft verschiedene Geschichten zu einer einzigen. "Mitchell ist ein Genie", jubelte die "New York Times Book Review" nach Erscheinen des englischsprachigen Originals: "Er schreibt, als stünde er am Ruder einer Traummaschine. Und offenbar kann er alles. Einen Roman zu schreiben, der nicht schon irgendeinem anderen, bereits geschriebenen ähnelt, ist schwer genug. Mitchell hat es hingekriegt."
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