Trügerische Freiheit - Aslı Erdoğan

Die türkische Autorin über ihre Haft & die Politik
Sie gilt als Symbolfigur für den Kampf um Meinungsfreiheit und gegen politische Willkür.

Dafür hat Aslı Erdoğan bitter bezahlt. Aufgrund ihrer Kolumnen in der pro-kurdischen Tageszeitung "Özgür Gündem" wurde ihr "Propaganda für eine illegale Organisation" und "Volksverhetzung" vorgeworfen.

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Sie schrieb über die Gewalt an Frauen und die Repressionen gegen Kurden in der Türkei - und geriet so ins Visier der Regierung. Der Staatsanwalt forderte lebenslange Haft, doch Erdoğan kam Ende 2016, gesundheitlich schwer gezeichnet, endlich frei.

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Im September 2017 durfte sie erstmals wieder ihr Land verlassen. Das Verfahren gegen sie läuft allerdings noch. Die internationale Solidarität, sagt die Schriftstellerin, habe ihr das Leben gerettet.

Heute lebt sie in Frankfurt, durch das zweijährige Stipendium "Stadt der Zuflucht" wurde das ermöglicht. Doch es ist ein Leben in Angst. Erdoğan wird abgehört und steht in ihrer Heimat auf der Todesliste.

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Jetzt kommt sie erstmals seit ihrer Haftentlassung für eine Lesung nach Wien. Im kulturMontag spricht die renommierte Autorin über ihre traumatischen Erfahrungen im Gefängnis, über die politischen Verhältnisse zwischen der Türkei, Deutschland und der EU und den aktuellen Kurdenkonflikt.

TV-Beitrag: Katja Gasser

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