ROBERT DE NIRO

Der zweifache Oscar-Preisträger Robert De Niro kam 1943 als Sohn einer italienisch-irischen Künstlerfamilie in Manhattan auf die Welt. Sein Vater verließ die Familie, als der kleine Bobby zwei Jahre alt war.

Im Bild: Robert de Niro bei der Premiere seines Films "Hands of Stone" beim 69. Film-Festival von Cannes am 16. Mai 2016. Quelle: APA/Valery HACHE / AFP

Aufgewachsen in Little Italy schmiss 'Bobby' mit 16 die Schule und begann bei Lee Strasberg das berühmte „Method Acting“ zu studieren. Für die Boxerbiografie „Wie ein wilder Stier“ (1980) legte De Niro ganz method-mäßig dann auch 50 Pfund zu, was ihm neben einem bulligen Äußeren auch seinen zweiten Oscar einbrachte.

Das erste Goldmännchen hatte er bereits seit seinem Auftritt als Mafia-Übervater Vito Corleone in Coppolas zweitem Teil seiner Mafia-Trilogie „Der Pate II“ (1974) in der Tasche. Dieselbe Rolle, für die übrigens Marlon Brando in „Der Pate“ im Jahr zuvor ebenfalls einen Oscar als Bester Hauptdarsteller gewonnen hatte.

Bild: Robert de Niro bei einer Pressekonferenz zu seinem Film "The King of Comedy" unter der Regie von Martin Scorsese am 7. Mai 1983 während des Internationalen Filmfestivals von Cannes. (c)APA/ AFP PHOTO RALPH GATTI RALPH GATTI / AFP

De Niros Trademark: Killer/Psychos

Insgesamt wurde De Niro sieben Mal für einen Oscar nominiert, darunter im Jahre 1977 für die epochale Rolle des psychotischen Vietnam-Veterans Travis Bickle in „Taxi Driver“. Seine letzte Oscar-Nominierung stammt aus dem Jahr 2013 für die Rolle von Bradley Coopers Vater in der Tragikomödie "Silver Linings". Davor erhielt er eine Oscarnominierung im Jahr 1991 mit Martin Scorseses Remake des Rache-Thrillers „Kap der Angst“. Während anno 1962 Robert Mitchum als ehemaliger Häftling Max Cady den Anwalt Sam Bowden jagt, übernimmt in der Neuversion ein kräftig tätowierter De Niro die Rolle des gewalttätigen Psychos, der eine blutjunge Juliette Lewis in seine Rachepläne hineinzieht. Den Part von Anwalt und Familienvater (einst verkörpert von Gregory Peck) spielte, durchaus glaubwürdig, Hollywood-Rabauke Nick Nolte.

Restaurant-GrĂ¼nder De Niro

Neben der Schauspielerei pflegt der Vater von sechs Kindern (darunter ein Adoptivkind) auch recht intensiv sein Faible für die Gastronomie mit Nobelrestaurants in seinem New Yorker Lieblingsstadtteil Tribeca und weltweit mit seiner „Nobu“-Kette. Daneben rief De Niro das 'Tribeca Film Festival' ins Leben und besitzt eine eigene Filmproduktionsfirma, mit der er zb. die Ben-Stiller Komödie „Meine Braut, ihr Vater und ich“ mitproduzierte.

Bild: Robert De Niro und Billy Crystal bei der Präsentation ihres Films "Reine Nervensache" am 8. Mai 1999 in Paris. Quelle: APA/MICHEL GANGNE /AFP

Auch hinter der Kamera erfolgreich

Sein Regiedebüt gab er im Jahre 1993 mit dem Gangsterdrama „A Bronx Tale“, 2006 kam sein zweites Regiewerk „Der gute Hirte“, ein CIA-Thriller mit Matt Damon und Angelina Jolie, in die Kinos. Nach den beiden Teilen der Mafiosi-Komödie "Reine Nervensache" (im Bild mit Billy Crystal) hat sich Robert De Niro auch mit "Meine Braut, ihr Vater und ich" und seinem Sequel endgültig als Komik-Talent geoutet. Im Jahre 2010 war De Niro in der Familiendramödie "Everybody's fine" in unseren Kinos zu sehen. Im dritten Teil der "Focker"-Familiensaga "Meine Frau, unsere Kinder und ich" ("Little Fockers") darf sich de Niro als grummelnder Schwiegervater von Ben Stiller über seine neugewonnene Rolle als Opa freuen.

Bild: Robert De Niro und seine Ehefrau Grace Hightower besuchen die Eröffnung des Tribeca Film Festivals und die Weltpremiere von"Clive Davis: The Soundtrack Of Our Lives" in der Radio City Music Hall am 19. April 2017, in New York City. Quelle: APA//AFP/ANGELA WEISS

Mit 68 noch einmal Vater

Überraschende Schlagzeilen machten der Schauspieler und seine zweite Ehefrau Grace Hightower Ende 2011 als De Niro mit 68 Jahren noch einmal Vater wurde. Weil Hightower zu diesem Zeitpunkt bereits 56 war, wurde die kleine Helen Grace von einer Leihmutter ausgetragen. Es war das zweite Kind des Paares.